Februar 2026

19. Februar 2026

Sorgenhunde die Dritte. Meine zwei alten Mädels – Sophia und Estrella. Die großen alten Damen der Tier-reich Familie. Beide bald 15 jahre alt, beide seit vielen Jahren krank – Sophia seit sie 6 Jahre alte ist komplett blind, zweimaliges Vestibularsyndrom, altersbedingt fast taub. Estrella von Beginn an Autoimmunerkrankung, immer wieder Darmprobleme, herzkrank, mittlerweile fast taub und sehr sehbeeinträchtigt. Das schlimmste bei Estrella ist ihre rasch fortschreitende Demenz (Cognitive Dysfunktion). Und wißt ihr, es ist schon noch mal sehr viel schwieriger die Hunde, die man jung, klug, dynamisch, selbstbewußt und soweit als möglich selbst bestimmt kennt auf diese Art pflegebedürftig werden zu sehen. Alle Hunde, die alt und krnak zu mir in unser Tier-reich gekommen sind, bei denen konnte ich in die Gegenrichtung arbeiten: Aus körperlich und geistig verfallenen Elendshäufchen kamen aktive, lernbereite, am Leben teilnehmende und glückliche Hundepersönlichekiten zum Vorschein. Bei meinen beiden passiert gerade das Gegenteil. Ihre über fast eineinhalb Jahrzehnte lieb gewonnene Persönlichkeit verschwindet zunehmend. Sophia findet sich mittlerweile alleine kaum mehr zurecht und Estrella lebt in einem Wechsel von „ich bin in meiner Welt und weiß gar nichts mehr“ hin zu „heute kenne ich mich aus und bin fröhlich“. Sie hat noch Phasen in denen sie über die Wiese läuft, sich an´s Jagen von früher erinnert. Am Hundeplatz taut sie auf – da kommen offenbar die Erinnerungen und sie freut sich an der noch körperlich machbaren Gerätearbeit. Sogar die Hängebrücke ist dann für beide mit meiner Hilfe möglich. Insgesamt ist die Situation aber sehr belastend – für die Seele und auch im Mangement. Ich hoffe, dass die beiden ihren Zustand nicht in vollem Umfang erfassen. Gemeinsam erfreuen wir uns an den schönen Momenten. So lange es noch geht. #herzenshunde #altehunde

14. Februar 2026

Wir wünschen einen kuscheligen Valentinstag ❤️‍🩹

12. Februar 2026

Sorgenhunde die Zweite. Luki, „Bärzer“ nenne ich ihn in letzter Zeit oft. Er hört es nicht mehr aber es ist irgendwie entstanden. Luki ist sicher schon seit einem Jahr ein Sorgenhund. Es ging ihm gesundheitlich schon schlechter, objektiv gesehen. Jetzt geht es ihm ok aber er wird immer inaktiver und in allem langsamer, schlafen ist seine Haupt“beschäftigung“, jetzt auch wieder öfter draußen am Betterl. Unsere Gassirunden führen uns ein Stück nach Fernitz, meistens nur wir zwei, weil er sehr langsam ist und das für die anderen Hunde einfach zu langweilig ist. Er schnüffelt ein wenig, beim Vogelhaus (unser Wendepunkt) darf er ein paar Guttis suchen und dann geht es nach Hause. Zweimal wöchentlich fährt er mit zum Hundeplatz, schnüffelt dort ein wenig und mit Würstel oder Schnitzerl macht er auch noch ein paar Übungen. Weil er das Autofahren so gar nicht mehr mag, nehme ich ihn nur mehr gelegentlich im Auto mit. Allein findet sich Luki gar nicht mehr zurecht. Oft wirkt er sehr verloren. Er hat sich ein Stück weit seien eigene Welt geschaffen. Der Winter, das Eis, der harte Schnee haben ihn zusätzlich verunsichert. Allmählich begreift er, dass das Zeugs jetzt weg ist. Was ihm tatsächlich noch immer sehr wichtig ist sind sein Futter und seine Schnüffelpolster. – sein Lebenselexier. Ähnlich wie Dorie liebt er das. Schnüffler bekommt er mittlerweile 3x täglich. Und er freut sich über Zuwendung, Streicheleinheiten, in die Hand schmiegen. Ich hoffe, dass er noch glückliche Momente hat, zeigen kann er es nicht mehr.

9. Februar 2026

Reden wir über Sorgenhunde. Was unsere Arbeit neben vielen anderen Aspekten so besonders schwer und belastend macht ist die Tatsache, dass wir nicht nur mit Akutkrankheits- und Notfällen konfrontiert sind. Sehr oft sind es diese laufenden Abwärtsentwicklungen, dieses langsame „Wenigerwerden“, das Zusehen dabei, wie eine Persönlichkeit, ein geliebter Hund allmählich verschwindet. Wir haben seit Monaten mit mehreren solcher Fälle zu kämpfen. Da ist Dorie, da ist Luki, da sind meine Estrella und meine Sophia. Pongo, bei dem es auch einige Zeit so aussah, der hat sich nach der ZahnOP und der nachfolgenden Medkamentenumstellung zumindest kurzfristig um mindestens zwei Jahre verjüngt und ist viel offener und zugänglicher geworden, was uns immens freut. Also, zurück zu den Sorgenhunden. Fangen wir heute mal mit Dorie im Detail an. Dorie hat schon seit Monaten ein stetiges Ab und wie ich schon mal schrieb:. Wenn wir denken es geht nicht mehr, dann macht sie etwas, das signalisiert „ich will noch“. Doch Tatsache ist, sie ist schwer dement, alles fällt mittlerweile schwer und zunehmend sieht man, wie ihr einfach die körperliche Kraft ausgeht. Das Essen liebt sie nach wie vor, schafft es aber sehr oft körperlich nicht mehr. Ich weiß nicht, ob ihr euch vorstellen könnt, wie schwer es ist in solchen Fällen zu entscheiden, sich zu fragen „wie viel Leben hast du noch, wie viel Lebensqualität? Bist du noch glücklich? Weißt du noch was du tust, was du willst, wer du bist?“ Viele Fragen und keine Antworten. Fakt ist, Dorie hat mehr als dreieinhalb Jahre erfülltes Leben gewonnen und in dieser Zeit Unglaubliches erlebt und nachgeholt. Wie lange noch – wir wissen es nicht. #sorgenhunde #altehunde

2. Februar 2026

Wir starten in den Februar mit dem ersten Geburtstag in diesem Jahr: Samuel feiert seinen 16. Purzeltag. Es ist kaum zu glauben, dass der Bursche schon so betagt ist, denn er präsentiert sich sehr fit. Natürlich hat er seine „Baustellen“, gar nicht wenige sogar: sein Herz, seine Nieren und seine Bauchspeicheldrüse brachen medikamentöse Unterstützung, sein Bewegungsapparat und hier vor allem die Bandscheiben machen Probleme. Aber, der Samsi ist ein lebensfroher und aktiver Bursche, der jeden Tag genießt. Naja, die Kälte reicht ihm allmählich, er liebt es eher warm und kuschelig aber der Geburtstag wurde trotzdem ausgiebig gefeiert. Lieber Samuel, alles Gute und wir hoffen noch auf eine lange gute Zeit mit Dir, Süßer. 😍